24. März. 2019

DIAMANTSCHLIFFE IM ÜBERBLICK

Wenn du dich für einen Verlobungsring interessiert, solltest du dir unbedingt die große Vielfalt der Diamantschliffe anschauen. Hier verbergen sich überraschend schöne Alternativen zum rund geschliffenen Brillanten. Jeder Schliff erzählt seine eigene Geschichte und macht den Ring zu etwas Besonderem. In diesem Blogartikel gebe ich dir eine Übersicht über die beliebtesten Diamantschliff.

  • Rund (Brillant-Schliff)
  • Quadratisch (Prinzess-Schliff)
  • Oval (Oval-Schliff)
  • Navette (Marquise-Schliff)
  • Tropfen (Tropfen-Schliff)
  • Soft Quadrat (Kissen-Schliff)
  • Rechteck (Smaragd-Schliff)
  • Baguette (Baguette-Schliff)

Der rund geschliffene Diamant nennt sich Brillantschliff und ist mit Abstand die beliebteste Form für Verlobungsringe und auch für viele andere Schmuckstücke. Ein Brillantschliff holt die größte Reflektion aus dem Diamanten. Jede Facette und jede Proportion ist darauf ausgelegt, das einfallende Licht optimal durch den Stein zu leiten und es in maximaler Form wieder zurückzuwerfen. Die Lichtreflektionen und die spiegelnden Facetten werden “Feuer” genannt.  

Der Prinzess-Schliff ist die quadratische Variante des runden Brillanten und die zweitbeliebteste Diamantform. Streng, korrekt und extravagant ist seine Wirkung, wenn er der Hauptstein des Verlobungsrings ist. Seine Lichtrefektionen werden aus dem Zentrum des Steins zurückgeworfen. Verlobungsringe mit Prinzess-Schliff gibt es sehr viel seltener am Markt als Verlobungsringe mit Brillant.

Der ovale Schliff ist zur Zeit mein Geheimtipp. Für diejenigen, die das Schliche und Besondere suchen. Noch sehr wenige lassen sich auf diesen Schliff ein. Er ist nicht nur wunderschön, sondern bringt auch Vorteile mit sich. Durch die länglich gestreckte Form erscheinen ovale Diamanten größer als rund geschliffene und lassen die Finger länger erscheinen. Bei den Reflektionen schneidet er allerdings nicht so gut ab. Das liegt daran, dass das einfallende Licht nicht komplett durch den unteren Teil des Steins geleitet werden kann. So entsteht eine Art Schatten in der Steinmitte, die meist die Form einer “Smokingfliege” hat.

Diamanten im Navette werden in der Fachsprache  „Marquiese Schliffe“ genannt. Oft werden diese Steine eingesetzt, um dem Ring ein florales Aussehen zu verschaffen. Dafür werden mehrere Steine als kleine blättrige Akzente neben einem runden Brillanten gefasst. Als einzelne Steine im Verlobungsring werden sie nur sehr selten verwendet.

Die Tropfenform ist eine Mischung aus der beliebten runden Brillantform und dem Marquise-Schliff. Die Tropfenform ist die aussagekräftigste Form für Liebe, Emotion und Gefühl und ihre Assymmetrie durchaus spannend. Wie beim Ovalschliff gibt es allerdings Einbußen beim Glanz. Denn auch hier wird das einfallende Licht nicht durch den gesamten Stein geleitet und es tauchen Schatten im mitteren Teil des Steins auf.

Dieser Schliff hat die quadratische Grundform eines Prinzess-Schliffs mit dem Unterschied, das die Kanten und Ecken gerundet sind. Durch seine breiten Facetten und abgerundeten Ecken wirkt er wie ein Kissen und wird im englischen als Cushion bezeichnet. Diese Steinform hat den optimalen Vintage-Look, weil er an frühere Schliffarten erinnert. Das äußert sich auch in der der Brillanz. Diamanten im Kissenschliff funkeln dezent mit breiten Lichtpunkten, was durchaus seinen besonderen Reiz ausmacht.

Die rechteckige Form mit beschnittenen Ecken heißt Smaragdschliff. Die langen und flachen Facetten erinnern von oben gesehen an Treppenstufen, über die man sehr gut ins Innere des Steins sehen kann. Deshalb sollte ein Diamant im Smaragdschliff eine sehr gute Reinheit und Farbe besitzen.  Die Reflektionen oder die Brillanz dieser Steine ist ruhig und linear.

Eine weitere rechteckicke Form ist der Baguetteschliff – mit dem Unterschied, dass die Ecken nicht beschnitten sind. Aufgrund der sehr lang gezogenen Form werden sie häufig als kleine Akzent- oder Ziersteine neben einem größeren Hauptstein eingesetzt. Einzeln kommen sie eher selten in Verlobungsringen zum Einsatz. Reinheit und Farbe sind für einen ansprechenden Baguetteschliff das wichtigste Kriterium.

FAZIT

Beim Schliff lohnt es sich auf jeden Fall nach rechts und links zu schauen – besonders dann, wenn man sich vom Mainstream abheben möchte. Die Suche danach ist allerdings etwas komplizierter, weil sich der Markt auf rund geschliffene Brillanten fokusiert. Hierfür empfehle ich Experten aufzusuchen. Juweliergeschäfte mit langer Tradition oder eigener Werkstatt haben gegebenenfalls verschiedene Schlifformen als lose Diamanten zur Ansicht im Sortiment.

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